Konjunkturpaket: ein Rohrkrepierer (als Allheilmittel verkauft)


Wie allgemein bekannt sein sollte, höre ich in den allermeisten Fällen im Auto entweder menschenverachtende Untergrundmusik oder den Deutschlandfunk. Heute war ich auf dem Weg zu Klienten, weil das halbjährlich stattzufindende Hilfeplangespräch stattfand. Um einigermaßen ausgeglichen bei den Kunden aufzuschlagen, höre ich, während ich wie immer benzinsparend unterwegs war, wie sooft den Deutschlandfunk (DLF). Leider kann man die Nachrichten, es waren die um 15.30 Uhr, nicht nachhören, denn in jenen hat der bayerische Häuptling mit den gewohnten Worthülsen beschrieben, wie viel Geld das Konjunkturpaket dem deutschen Bürger – also dem der keine staatlichen Transferleistungen empfängt – in die Taschen spülen wird. Im Jahr soll nun jeder aufrechte Deutsche zwischen 200 und 500 Euro mehr in der Tasche haben. Donnerwetter! Das wären monatlich zwischen 16,66 und 41,66 Euro. Wer ein Kind hat, bekommt 100 Euro und wer seinen mindestens neun Jahre alten Schrottkarren (meiner ist älter, verbraucht sehr wenig und im Grunde noch in einem top Zustand) verschrottet bekommt 2500 Euro. Alles klar! Die Vergaser eh Versager eh die Autoindustrie soll also am meisten von diesem Paket wieder abbekommen. Das 25-fache für einen Haufen Schrott und 100 Euro für ein Kindlein, das in Zeiten des Weltuntergangs geboren wird oder eben noch den Status Kind hat. Da fällen mir abschließend nur noch zwei Sachen ein: 1. ein Auto müsste man momentan sein (neu oder alt) und 2. nur wenige Kinder hatten das Glück nicht geboren worden zu sein. Dieses Konjunkturpaket wird all unsere lächerlichen Probleme lösen ich bin mir sicher!
Hier noch ein Kommentar zu diesem Thema.


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